Keine Zeit für Weiterbildung: Berufstätige Person plant berufsbegleitendes Studium im Alltag

25.02.2026

Keine Zeit für Weiterbildung? So finden Sie heraus, wie es trotzdem machbar wird

"Ich habe keine Zeit." Es ist einer der häufigsten Sätze in der Studienberatung - und fasst nie so einfach, wie er klingt. 

Denn diesen Satz sagen oft nicht Menschen, denen Entwicklung egal ist. Sondern Menschen mit Verantwortung, mit Arbeit, mit vollen Tagen und vollen Köpfen. 

Menschen, die sich eigentlich weiterentwickeln möchten, aber gerade nicht sehen, wie das in ihren Alltag passen soll. 

Genau deshalb ist "Ich habe keine Zeit" meist keine Ausrede, die man wegargumentieren kann. Es ist häufig ein Signal: Hier ist gerade etwas zu viel. Oder unklar. Oder zu riskant. 

In diesem Beitrag schauen wir genauer hin: 

  • was hinter dem Einwand "keine Zeit für Weiterbildung" steckt
  • warum das psychologisch oft sehr nachvollziehbar ist, 
  • und wie Sie herausfinden, ob und in welcher Form Weiterbildung oder ein Studium trotzdem möglich sein kann - ohne sich zu überfordern
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Warum "keine Zeit für Weiterbildung" so häufig gesagt wird

Wenn Menschen sagen, sie hätten keine Zeit für Weiterbildung, ist das zunächst einmal völlig nachvollziehbar. 

Viele leben in einem Alltag, der bereits dicht gefüllt ist: 

  • Vollzeitjob
  • Familie/Care-Arbeit
  • mentale Last im Hintergrund
  • organisatorische Verpflichtungen
  • Erschöpfung statt echter Freizeit

In so einer Lebensphase ist die Frage nach Weiterbildung nicht nur eine Zeitfrage. Sie ist oft auch eine Frage von Energie, Sicherheit und Planbarkeit

Darum steckt hinter dem Satz "Ich habe keine Zeit." häufig ein ganzes Bündel an Themen - nicht nur ein voller Kalender. 

Was psychologisch hinter dem Einwand stecken kann (ohne Drama, ohne Schuld)

Wichtig vorweg: Zeitmangel ist real. 

Es geht hier auch nicht darum echte Belastung kleinzureden. 

Und gleichzeitig erleben wir in der Beratung häufig, dass "Ich habe keine Zeit." noch etwas anderes meint - manchmal sogar etwas, das den Betroffenen selbst nicht sofort bewusst ist. 

1. Selbstschutz statt Ausrede

Wenn etwas wichtig ist (z.B. ein Studium, ein Karriereschritt, eine Neuorientierung), steigt oft der innere Druck. Unser Gehirn reagiert nicht selten mit Schutzmechanismen: 

  • vertagen
  • kleinreden
  • auf später verschieben
  • "jetzt gerade nicht" sagen 

Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern oft ein Versuch, Überforderung zu vermeiden.

Studieren völlig zeit- und ortsunabhängig - passend zum eigenen Zeitplan und Lerntempo

2. Entscheidungsmüdigkeit

Wer im Alltag viel entscheidet (beruflich, familiär, organisatorisch), hat abends oft nicht mehr die mentale Kraft für eine weitere große Entscheidung. 

Ein Studium oder eine Weiterbildung bedeutet: 

  • Zeit investieren
  • Geld investieren
  • Prioritäten verändern 
  • Zukunft mitdenken

Das ist viel - besonders dann, wenn man ohnehin schon "funktioniert". 

3. Angst, es nicht durchzuhalten 

Ein sehr häufiger Gedanke lautet nicht nur: "Ich habe keine Zeit.", sondern eigentlich "Ich habe Angst, zu starten und es nicht zu schaffen.". 

Diese Sorge ist menschlich und sollte in guter Beratung ernst genommen werden. 

4. Fehlende Vorstellung, wie es praktisch funktionieren kann

Viele Interessent:innen haben nicht primär ein Motivationsproblem, sondern ein Umsetzungsproblem

  •  Wie viele Stunden pro Woche brauche ich wirklich?
  • Wie flexibel ist das Format tatsächlich?
  • Was passiert, wenn eine stressige Phase kommt?
  • Bin ich dann auf mich allein gestellt?

Wenn diese Fragen offen sind, fühlt sich Weiterbildung schnell "zu groß" an. 

Berufstätige Person plant im persönlichen Telefon-Beratungsgespräch sein Studium im Alltag

Woran Sie erkennen, was bei Ihnen wirklich dahinter steckt

Wenn Sie sich selbst bei diesen Sätzen "Ich habe gerade keine Zeit für Weiterbildung", "Gerade passt es nicht", "Später vielleicht" wiedererkennen, hilft oft kein Motivationsspruch - sondern eine ehrlich Selbsterklärung. 

Mini-Selbstcheck: Was ist gerade wirklich das Thema?

Fragen Sie sich:

  • Habe ich wirklich gar keine Zeit - oder keine planbare Zeit?
  • Fehlt mir Zeit - oder eher Energie?
  • Ist mein Problem der Umfang - oder die Unsicherheit, ob es sich lohnt? 
  • Habe ich Angst vor der Entscheidung - oder vor dem Scheitern? 
  • Brauche ich eigentlich erst mehr Klarheit, bevor ich entscheiden kann? 

iSchon diese Fragen machen oft einen Unterschied. Denn sie verschieben den Fokus von "Ich kann nicht" zu: "Was genau brauche ich, damit es machbar wird?"

Holen Sie sich Unterstützung und Beratung bei Ihrer Entscheidung für Ihr berufsbegleitendes Fernstudium.

Eine typische Situation aus der Studienberatung

Eine Interessentin sagte im Erstgespräch gleich zu Beginn: 

"Ich würde ja gerne, aber ich habe keine Zeit."

Sie war berufstätig, hatte familiäre Verantwortung und ein schlechtes Gewissen bei dem Gedanken "noch etwas on top" zu machen. 

Im Gespräch zeigte sich jedoch: Es war gar nicht nur die Zeit. Es war vor allem die Sorge, 

  •  etws zu beginnen, 
  • den Anforderungen nicht gerecht zu werden, 
  • und am Ende enttäuscht von sich selbst zu sein. 

Was ihr geholfen hat, war kein Druck und kein "Sie schaffen das schon". 

Sondern eine realistische Klärung im persönlichen Beratungsgespräch: 

  • Welcher Zeitaufwand ist wirklich machbar?
  • Welche Form passt zu ihren Alltag? 
  • Was muss flexibel sein, damit es klappt? 
  • Welche Betreuung braucht sie, damit sie nicht allein durch schwierige Phasen geht?

Ihre Rückmeldung nach dem Beratungsgespräch: "Ich hatte eigentlich keine Zeit, ich hatte vielmehr keine Vorstellung, wie es funktionierten könnte." 

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Was wirklich hilft, wenn Zeit knapp ist (realistische Lösungen)

 Wenn Sie wenig Zeit haben, ist die wichtigste Frage: "Welche Form der Weiterbildung ist in meiner Lebensphase realistisch machbar?"

Hier sind unsere Ansätze, die in der Praxis oft helfen: 

1. Mit einem realisitischen Wochenbudget planen

Nicht mit Idealwerten ("Ich lerne jeden Tag 2 Stunden."), sondern mit dem, was wirklich möglich ist. Je nach Studium und Anbieter kann man die Lerneinheiten in kleine "Häppchen" unterteilen und sich so zum Beispiel ein Modul in einem Monat vornehmen. 

Tipp: kleine, feste Zeitfenster - realistische Planung - Puffer für stressige Wochen

2. Die größten Hürden zuerst klären

Manchmal ist die "Zeitfrage" eigentlich eine andere Frage: 

  • Finanzierung? 
  • Betreuung?
  • Prüfungsangst?
  • Organisatorische Unsicherheit?
  • Mehrwert?

Wenn der eigentliche Knoten klar ist, wird der Rest oft leichter. 

3. Einen passenden Startzeitpunkt wählen 

Nicht jede Lebensphase ist gleich gut geeignet für einen Start. Ein späterer, bewusst geplanter Start kann sinnvoll sein als ein überhasteter Einstieg. 

4. Das Umfeld einbeziehen

Gerade bei berufsbegleitendem Lernen hilft es, früh zu klären: 

  • Wer kann z.B. familiär entlasten?
  • Welche Zeiten sind "Lernzeiten"?
  • Was muss organisatorisch abgestimmt werden? (Finanzierung) 

5. Nicht alles auf einmal entscheiden

Oft hilft ein kleiner nächster Schritt mehr als ein großer Sprung: 

Button zur Buchung eines persönlichen Beratungsgesprächs mit unserem Studienberater

Warum das Studienmodell bei Zeitmangel einen echten Unterschied macht

Menschen mit wenig Zeit brauche nicht nur Motivation. Sie brauchen ein Modell, das ihren Alltag nicht unnötig schwerer macht.

Genau deshalb sind bestimmte Rahmenbedingungen entscheidend.

1. 100% online - wirklich ohne Präsenzpflicht

Wenn ein Studium online organisiert ist, reduziert das einen der größten Belastungsfaktoren im Alltag: Logistik.

Vorteile bei Zeitmangel:

  • keine Anfahrtszeiten
  • keine Präsenztermine an der Hochschule
  • weniger organisatorischer Aufwand
  • bessere Vereinbarkeit mit Beruf und Familie

Gerade für Menschen mit einem engen Zeitfenster macht das oft den Unterschied zwischen machbar und nicht machbar.

2. Persönliche Betreuung statt anonymem Fernstudium

Zeitmangel und Unsicherheit verstärken sich, wenn man mit Fragen allein bleibt.

Deshalb ist persönliche Betreuung so wichtig:

  • greifbare Studienberatung
  • betreute Module durch Lektor:innen
  • persönliche Online-Termine (z.B. bei der Masterarbeit), nicht nur E-Mail-Kommunikation

Wer wenig Zeit hat, braucht oft schnelle Orientierung statt langes Suchen.

3. Praxisnahe Prüfungsformate statt reines Auswendiglernen

Für Berufstätige ist Lernen oft dann leichter integrierbar, wenn es alles sinnvoll erlebt wird. Praxisnahe Formate wie:

  • Modularbeiten
  • Konzepte
  • Analysen
  • Fallbearbeitungen aus dem Alltag

helfen vielen dabei, Wissen nicht nur zu "pauken", sondern direkt anzuwenden. Das kann die Motivation im Alltag deutlich stabilisieren.

 

FAQ: Keine Zeit für Weiterbildung - die häufigsten Fragen

Kann man trotz Vollzeitjob und Familie studieren?

Ja, für viele Menschen ist das möglich - aber nicht in jedem Modell und nicht in jeder Lebensphase gleich gut. Entscheidend sind realistische Planung, passende Rahmenbedingungen und ein Format, das wirklich zum Alltag passt. 

Was hilft am meisten bei Zeitmangel? 

Am hilfreichsten ist oft nicht "mehr Disziplin", sondern:

  • ein realistischer Zeitplan
  • ein passendes Studienmodell
  • persönliche Betreuung
  • und eine klare Entscheidung in kleinen Schritten. 
Wie finde ich heraus, ob das Studium/die Weiterbildung aktuell zu mir passt? 

Am besten durch eine ehrliche Bestandsaufnahme: 

  • Was ist mein Ziel?
  • Was ist realistisch machbar?
  • Was ist aktuell mein größtes Hindernis?

Ein Info-Abend oder ein persönliches Beratungsgespräch kann dabei helfen, ohne sofort Druck aufzubauen. 

Fazit

"Ich habe keine Zeit" ist ein verständlicher Satz. Und oft steckt darin mehr Wahrheit, als Außenstehende sehen.

Gerade deshalb verdient dieser Einwand keine schnellen Gegenargumente, sondern einen menschlichen Blick: Was ist gerade wirklich los? Was wäre machbar? Was bräuchte es, damit ein nächster Schritt realistisch wird?

Denn Entwicklung scheitert nicht immer an fehlender Motivation. Manchmal scheitert sie nur daran, dass der Weg noch nicht klar  genug ist.

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