Portraitbild Lisa Wagner-Leitner - Alumna der eLearning Academy for Communication und Hochschule Burgenland

18.02.2026

Berufsbegleitender Master für Marketing und Tourismus: Interview mit Lisa Wagner-Leitner

Wie fühlt es sich wirklich an, berufsbegleitend zu studieren, neben einem anspruchsvollen Job im Marketing und Tourismus? 

Lisa Wagner-Leitner kennt diese Frage nur zu gut. Sie arbeitet Vollzeit (zeitweise sogar mehr als das), leitet heute Marketing und Tourismus in Wiener Neustadt und hat parallel dazu den Master in Marketingkommunikation der Hochschule Burgenland bei uns erfolgreich abgeschlossen. 

Im Interview spricht sie offen über ihre Entscheidungen für das Studium, über Zweifel, Durchhaltephasen, Motivationstiefs und über das Gefühl, am Ende wirklich stolz auf sich zu sein. 

Ein Erfahrungsbericht für alle, die im Marketing oder Tourismus arbeiten und sich fragen: Schaffe ich einen berufsbegleitenden Master wirklich oder ist das unrealistisch neben meinem Job? 

"Ich wollte mein Studium für mich selbst rund machen."

Frau Wagner-Leitner, erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Abschluss mit ausgezeichnetem Erfolg! Wer Sie heute sieht, sieht eine erfolgreiche Führungskraft. Stellen Sie sich doch bitte kurz vor. 

Mein Name ist Lisa Wagner-Leitner. Ich bin aktuell Leiterin für Marketing und Tourismus bei der WN Kul.Tour.Marketing GmbH in Wiener Neustadt. Im Unternehmen bin ich seit 2022. Gestartet habe ich damals als Marketingleitung. Während des Studiums hat sich meine Rolle dann weiterentwickelt und ich habe zusätzlich die Tourismus-Agenden übernommen. 

Das Spannende war, dass ich mich genau in dieser Zeit beruflich stark in Richtung Strategie und Führung entwickelt habe. Viele Inhalte aus dem Master konnte ich direkt in meinem Arbeitsalltag anwenden. Das war kein theoretisches Lernen "für die Schublade", sondern hatte sofort einen echten Mehrwert. 

Wir arbeiten in einem sehr dynamischen Umfeld: kulturelle Veranstaltungsstätten wie die Kasematten mit Konzerten und Großevents, Museen mit ganz anderen Zielgruppen, dazu der Tourismusbereich. Vieles passiert bei uns inhouse. Von der Content-Produktion über Social Media bis zur Mediaplanung. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in meinem Master sehr gut wider. 

Lisa Wagner-Leitner bei der Vergabe des golenden Hahn.

Berufsbegleitend studieren mit Vollzeitjob

Haben Sie während des Studiums Vollzeit gearbeitet? 

Ja, durchgehend. Teilweise sogar mehr als nur Vollzeit, vor allem durch die berufliche Veränderung während des Studiums. Diese neue Führungsposition war so nicht geplant, aber sie hat sich ergeben.

Rückblickend kann ich sagen: Mit Struktur ist alles machbar.

Wie hat das bei Ihnen so gut geklappt?

Ich habe mir schon ganz am Anfang einen klaren Lernplan erstellt. Mein Ziel war ein Modul pro Monat. Das war für mich realistisch umsetzbar. Ich wusste: Unter der Woche liegt mein Fokus auf dem Job, am Wochenende setze ich bewusst meinen "Studienkopf" auf.

Eine weitere bewusste Entscheidung war, nicht parallel Seminare und Masterarbeit zu machen. Ich wollte zuerst alle Module abschließen und mich dann voll und ganz der Masterarbeit widmen. Diese klare Trennung hat mir enorm geholfen und die Flexibilität des Studiums hat das zum Glück zugelassen.

Die größte Frage vor dem Start: "Halte ich das wirklich durch?"

Was waren Ihre größten Bedenken vor der Anmeldung?

Ganz ehrlich: das inhaltliche Volumen. Ich habe mich gefragt:

    • Kann ich das neben meinem Vollzeitjob wirklich stemmen?
    • Bleibt die Motivation über die zwei bis zweieinhalb Jahre hinweg?
    • Oder starte ich euphorisch und verliere irgendwann die Energie?

Diese Zweifel sind, glaub ich, ganz normal. Mir hat geholfen, dass eine ehemalige Schulkollegin den Master bereits vor mir gemacht hatte. Ich konnte sie direkt und ehrlich fragen, wie sie das Studium erlebt hat. 

Dieser persönliche Austausch war für mich der ausschlaggebende Punkt. Zu sehen: Wenn sie das geschafft hat, dann kann ich das auch, war unglaublich motivierend. 

Außerdem sind die Inhalte im Studium sehr abwechslungsreich. Man arbeitet sich in rechtliche Themen ein, bschäftigt sich dann mit Storytelling, Text & Visualisierung oder Mediaplanung. Diese unterschiedlichen Denkweisen halten den Fokus und das Interesse wirklich hoch. Zumindest war es in meinem Fall so.  

Master in Marketingkommunikation von Frau Wagner-Leitner

Der Klick auf "Anmelden" - Vorfreude oder Respekt?

Erinnern Si sich noch an den Moment der Anmeldung?

Ja, sehr gut. Die Vorfreude hat eindeutig überwogen. Natürlich war auch Respekt dabei, aber vor allem die Neugier: Was erwartet mich jetzt?

Ich weiß noch, dass ich mir gedacht habe: Okay, jetzt bin ich wieder Studentin. Das war ein richtig schönes Gefühl.

Was mir besonders gefallen hat: Der Weg von der Anmeldung bis zum tatsächlichen Start war sehr kurz. Man meldet sich an, erhält kurz darauf die Zulassung und direkt die Login-Daten für den Online-Campus. Dort orientiert man sich kurz und kann sofort loslegen. Dieser schnelle Einstieg hat mir sehr gefallen.

Motivation, Struktur & kleine Belohnungen

Gab es während des Studiums auch mal Durchhänger?

Ja, absolut. Das gehört dazu. 

Was mir geholfen hat, war mein Lernplan und das bewusste Einbauen von kleinen Belohnungen. Wenn ich besonders motiviert war und ein Modul bzw. eine Modularbeit schneller fertiggestellt habe, konnte ich mir zwischendurch ein freies Wochenende gönnen. 

Dieses Gefühl, dem eigenen Plan voraus zu sein, war für mich extrem motivierend. Es nimmt Druck raus und gibt gleichzeitig das gute Gefühl: Ich schaffe das

Modularbeiten statt Prüfungen: Lernen mit Praxisbezug

Wie haben Sie das Arbeiten mit Modularbeiten statt Prüfungen erlebt? 

Sehr positiv. Gerade wenn man bereits im Berufsleben steht, ist dieser Ansatz unglaublich wertvoll

Ich konnte viele Themen direkt aus meinem Arbeitsalltag aufgreifen oder dort einbauen. Die Modularbeiten geben einem die Möglichkeit, sich strategisch und fundiert mit Themen auseinanderzusetzen, die im hektischen Berufsalltag manchmal auf der Strecke bleiben. 

Ein weiterer Vorteil: Die Modularbeiten nehmen die Angst vor der Masterarbeit. Man schreibt regelmäßig, arbeitet mit wissenschaftlicher Literatur, kennt die Online-Bibliothek und die Zitierrichtlinien. Dadurch fühlt sich die Masterarbeit nicht mehr wie ein riesiger, unbekannter Berg an. 

Lisa Wagner-Leitner bei einem Ö3 Studio Besuch.

Die Masterarbeit: Respekt ja, Angst nein

Wie sind Sie an Ihre Masterarbeit herangegangen?

Ich habe mich für eine Konzeptmasterarbeit entschieden und diese am Beispiel des Bösendorfer Festivals geschrieben. Mein Fokus lag auf der Marknpositionierung im österreichischen Kultursektor. 

Für mich war das ideal, weil das Thema auch beruflich gerade sehr präsent war. Der Prozess selbst war viel entspannter, als ich erwartet hatte. Die einzelnen Schritte waren klar aufgebaut, die Betreuung sehr strukturiert. 

Ich hatte regelmäßig Feedbacktermine, wusste immer genau, wo ich stehe und was als Nächstes zu tun ist. Das Feedback war klar formuliert und gut umsetzbar. 

Durch die vielen Modularbeiten davor war ich bereits im Schreibprozess drinnen. Das hat vieles erleichtert.  

Fernstudium und Betreuung: "Ich war nie allein"

Viele haben Angst, im Fernstudium auf sich allein gestellt zu sein. Wie war das für Sie? 

Für ich war das Fernstudium die perfekte Lösung. Ich arbeite in einem sehr kommunikativen, intensiven Umfeld mit vielen Menschen. Deshalb war es angenehm, eine Sache zu haben, die ich in meinem eigenen Tempo machen kann. 

Ich habe kaum Austausch mit anderen Studierenden gesucht - das war für mich eine bewusste Entscheidung. Was aber immer da war, war die Betreuung durch die eLearning Academy. Rückmeldungen kamen extrem schnell und verlässlich

Man hatte daher wirklich nie das Gefühl, allein gelassen zu werden. 

Was hat sich beruflich verändert?

Welche Inhalte konnten Sie in den Arbeitsalltag integrieren?

Besonders geholfen haben mir: 

  • das Storytelling-Modul, das meinen Blick auf Inhalte geschärft hat
  • alles rund um Mediaplanung und Kennzahlen
  • der strategische Zugang zu Marketingentscheidungen

Gerade in der unternehmensinternen Umstrukturierung, bei der Marketing und Tourismus enger zusammengeführt wurden, konnte ich dieses ganzheitliche Denken und die crossmediale Kommunikation sehr gut einsetzen. 

Persönlich gesehen war das Studium ein Meilenstein

Fr. Wagner-Leitner, was hat Ihnen der Master persönlich bedeutet? 

Sehr viel. Für mich war es ein persönlicher Meilenstein. 

Ich bin nach dem Bachelor direkt ins Berufsleben eingestiegen, wollte aber auch noch den Master. Dieses "Häkchen" hat mir gefehlt. 

Am Ende zu wissen: Ich habe das wirklich geschafft, war ein unglaublich schönes Gefühl. Und auch zu hören, dass die Arbeit anerkannt wird (selbst wenn man vieles im stillen Kämmerchen erarbeitet) gibt enorm viel Selbstvertrauen. 

Neue Türen oder neue Sicherheit? 

Was ist der nächste Schritt nach dem Master? 

Beruflich bin ich aktuell sehr glücklich. Der Master gibt mir aber Sicherheit, theoretische Tiefe und stärkt den eigenen strategischen Blick. Was die Zukunft bringt, wird sich zeigen, aber ich bin froh, diesen Abschluss in der Tasche zu haben.  

Post-it mit der Schrift "What's your story?"

Der Rat an alle, die noch überlegen

Was würden Sie jenen raten, die noch zweifeln? 

Es ist ein Kommitment. Das sollte man ernst nehmen. Aber wenn man sich ein klares Ziel setzt, strukturiert arbeitet und dranbleibt, schafft man es, selbst dann, wenn ungeplant Dinge dazwischenkommen.  

3 Worte, die für Sie den Master an der eLearning Academy beschreiben?

Anspruchsvoll. Zeitgemäß. Vielfältig

War es die richtige Entscheidung? 

Ja, zu 100%. Ein anderes Studium wäre unter meinen Umständen nicht möglich gewesen. 

 

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